20090501

Tanz in den Mai


Das war also Tanz in den Mai 2009 in der Stadthalle Verden...

Meine Erwartungen hatte ich sowieso erst mal so weit runter geschraubt wies nur eben ging und zuerst wurde ich auch echt positiv überrascht. Nämlich von der Live Band "Five Set", die von den Neunzigern über Klassiker bis hin zu neuen Songs aus verschiedensten Richtungen alles dabei hatten.
Bei der Coverversion von "Haus am See" wäre ich zwar am liebsten taub gewesen, weil ich Peter Fox absolut nicht mag und irgendeinen Song, dessen Titel mir leider gerade entfallen ist, haben sie einfach schlecht gecovert, aber ansonsten haben sie ihren Job echt gut gemacht.

Die Musik zwischendrin war auch ganz annehmenbar, selbst wenn man nüchtern war, und nicht so grottenschlecht wie ich sie bisweilen auf derlei Veranstaltungen oder zB im Cap erlebt habe.
Die Tanzeinlagen der Tanzschule fand ich ebenfalls recht gelungen, auch wenn es mir so schien, dass das bei vielen anderen eher als störend empfunden wurde.

Aber gegen halb 2 wars dann leider auch vorbei mit dem schönen Abend, da stürtze die Begeisterungkurve in einem Rutsch von annehmbar in die hinterste und tieftste Ecke des Kellers. Nein sogar tiefer, viel tiefer.
Denn da betrat das "absolute Highlight an diesem Abend" die Bühne: "US Megastar Fatman Scoop, direkt aus der Weltstadtmetropole New York (USA) zu uns nach Verden eingeflogen".
Ich weiß echt nicht was die Leute an diesem hässlichen, rumbrüllendem, fetten, schwarzen Kerl gefunden haben...
Ich mein hallo? Wie stumpf ist es denn ständig die selben drei Worte ins Mikro zu brüllen und dabei wie nen Affe über die Bühne zu hüpfen, dass die Fettringe total widerlich auf und ab wippen?
Dazu braucht ihr niemanden aus New York einfliegen lassen, das kann ich auch und ich würde dabei sogar noch ein sehr viel hübscheres Bild abgeben!
Ab und an wurde dann sogar für kurze Zeit was vom Band abgespielt und er hat "passend" dazu iwas ins Mikro "gerappt"? oder so?
Und die Technik war auch einfach schrecklich, der Sound war echt miserabel eingestellt, so dass es immer wieder irgendwelche ekeligen, fiepsenden oder qietschenden Töne gab.

Naja, ich fands jedenfalls schrecklich, auch wenn es da scheinbar tatsächlich Leute gab die das toll fanden.
So haben wir uns dann auch gegen 2 Uhr entschlossen zu gehen, denn in den anderen "3 Areas"
(sry, aber entweder bin ich blind oder es gab nur die Hauptbühne und eine weitere Area) wars auch nicht wirklich besser.

Fazit: Bis halb 2 wars wider Erwarten echt gut für so eine Veranstaltung (auch wenn mir das durch merkwürdige Bauchschmerzen leider vermiest wurde... :-( ), aber diesen komischen, schlechten "Hauptakt" sollten sie nächstes Mal wirklich bitte weglassen!
Ich gehe nach wie vor lieber zu schönen schwarzen ASP-Konzerten (Potsdam, wir kommen!!!), da gefällt mir die Musik millionen Mal besser und man muss sich auch nicht so viele, durch ihre Kleidung (und bei den Mädels auch Schminke) absolut hässlich gewordene, Menschen angucken.

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